Warum Debattieren? - Hätte ich nur früher damit angefangen!

Streiten nach festen Regeln zu Fragestellungen aus Gesellschaft, Philosophie und Politik, zugeloste Positionen und nur 15 Minuten Vorbereitungszeit ohne Internet und Wikipedia. Bringt das uns Student*innen weiter?

 

Ja! Debattieren ist viel mehr als zu Lernen, wie wir überzeugend und schön reden. Durch das Zulosen der Positionen, lernen Debattenteilnehmer*innen immer wieder auch Ideen und Ansichten zu durchdenken, die nicht ihre persönlichen sind und für diese einzutreten. Das Thema wird erst 15 Minuten vor der Debatte bekannt gegeben. Um in so kurzer Zeit die relevante Frage des Themas zu finden, gute Ideen zu bekommen und zu Argumenten auszuformulieren, und zu antizipieren, was die Gegenseite einbringen wird, muss man lernen sehr schnell zu denken und effektiv und strukturiert vorzugehen. In der Debatte beträgt die eigene Redezeit nur 7 Minuten, in der restlichen Zeit sollte man gute Fragen stellen, den Debattenverlauf verstehen, um sich selber strategisch gut zu Positionieren und die anderen Argumente wieder zu entkräften. Dafür muss jede*r Debattierer*in lernen aktiv anderen zuzuhören, selbst wenn sie selber noch an ihren Reden feilen müssen. Nach den Debatten gibt es immer konstruktives Feedback durch die Juror*innen.

Redner*innen erlernen beim Debattieren viel mehr Fähigkeiten, als nur schön zu Reden. Themen zu durchdenken und Selbstverständlichkeiten trotzdem zu verstehen ist schwerer als man denkt.

 

Gerade weil Debattieren auf so vielen Ebenen die Redner*innen weiter bringt, sagen studentische Debattierer*innen am Ende ihrer Studienzeit meistens: Ich bereue, dass ich nicht schon früher mit dem Debattieren angefangen haben.