Debattieren - ein Streitgespräch mit Regeln

Debattieren ist eine Streitfrage in einem geregelten Rahmen zu Diskutieren. Dabei soll jedoch kein Konsens gefunden werden, sondern jede Partei ihren Standpunkt so gut wie möglich verteidigen und Zuhörer*innen überzeugen. Dabei sind vor allem logische Konsistenz und sachliche Richtigkeit entscheiden, aber auch die Kontaktfähigkeit zum Publikum, um dieses auch emotional mitzunehmen. Am Ende gewinnt eine Debatte, wer im Streit am besten durch Argumente überzeugen konnte - und nicht unbedingt, wer objektiv richtig liegt.

 

Dabei werden Positionen zugelost und die Themen erst kurz vor den Debatten bekannt gegeben. Redner*innen können also nicht nur eigene Meinungen vertreten, sondern müssen sich immer wieder spontan auf andere Ansichten einstellen, diese verstehen und durchdenken.

 

Doch der Eindruck, dass es beim Debattieren nur auf die Rede selbst ankommt, täuscht. Nur etwa ein Zentel der Debattenzeit ist die eigene Rede. Über den Sieg entscheidet auch, wer sich in der Vorbereitungszeit (15 Minuten) im Team die besten Strategie, Argumente und Inhalte zurechtgelegt hat, wer in der Debatte allen anderen Mitstreiter*innen aufmerksam zuhört um zu jedem Zeitpunkt die richtige Strategie zu wählen und die richtigen Fragen zu stellen. Denn oft entscheidet nicht, ob man das Argument erklärt, dass man selber am besten beherrscht. Meist gewinnt die Debatte, wer den Verlauf beachtet und zum Zeitpunkt der eigenen Rede die Inhalte bringt, die auch im aktuellen Debattenkontext die wichtigen sind. Die besonders guten Teams stecken zudem vor Turnieren viele Stunden in Vorbereitungszeit ins Debattieren, um Themen zu durchdenken und Konzepte zu entwickeln.

 

Debattieren ist also:

- gut Reden,

- aufmerksam zuhören,

- viele Themenbereiche durchdenken,

- effektive Vorbereitung und

- stetiges Verbessern durch Feedback.